Kapitel
-
Die Stimmung war düster wie der Himmel. Regen prasselte wie eine Armee kalter Duschen vom total bewölkten Nachthimmel. Regen im Mai, was für Pflanzen und Naturliebhaber eine Wonne war, war eine nervtötende, nasskalte Sache für den Mann, der gerade mit einem im Geprassel kaum vernehmlichen Plopplaut aus dem Nichts heraus erschienen war. Er zog die Kapuze seines schwarzen Umhangs tief ins Gesicht. Wie ein fleischgewordener Schatten huschte der in Schwarz gekleidete Mann über den vom Regen aufgeweichten…-
2,4 M • Completed
-
-
In seinem gefangenen Geist stritten Enttäuschung und Erheiterung um die Vormacht. Sein erwählter Knecht hatte es nicht geschafft, zu ihm vorzudringen. Jener, der ein Erbe der alten verhassten Lichtfolger war, hatte bei seiner Flucht aus der Nimmertagshöhle eine Barriere des vereinenden Lebens errichtet. Durch diese konnte nur durch, wer ohne vom Dunklen Atem berührt zu sein in den Berg hinein wollte. Sein Auserwählter, der als Bote der alles endenden Finsternis den Rang des in Ungnade gefallenen…-
5,8 M • Ongoing
-
-
Er keuchte laut und heftig. Seine Beine schmerzten so stark, dass jeder Schritt wie Dolchstoße durch Füße und Schenkel war. Doch er durfte nicht anhalten. Vor ihm lag die Stadt, Paititi, die heilige Stadt. Noch einmmal warf Oyxo, der Chaski, den Blick zurück. Es war ihm wwahrhaftig gelungen, den weißhäutigen Verfolger auf seinem großen Tier mit den Metallfüßen im wuchernden Gesträuch abzuschütteln. Er fühlte das sanfte Pochen und Glühen auf seiner Brust. Das heilige Symbol, Intis Beistand, war…-
5,8 M • Ongoing
-
-
ZURÜCK AUF DEN BESEN Millie und Julius hatten sich am Sonntagmorgen nach ihrer unheimlichen Zeitreise noch einmal getroffen und beraten. Julius, der seiner Mutter am Abend noch einen Brief geschickt hatte, meinte, daß es wohl günstiger sei, die Strafe als solche nicht weiter zu erwähnen, oder dann nur die Abschiebung ohne Zauberstab anzudrohen. Als die erste Pflegehelferkonferenz begann verlas Madame Rossignol vier Tagesordnungspunkte. Der erste war wie jedes Jahr die Vorstellung der neuen…-
5,7 M • Completed
-
-
AMMAYAMIRIA Die Schmerzen in seiner linken Hand wurden immer schlimmer. Sie jagten seinen Arm hinauf, stießen durch seine Schulter in seinen Kopf hinein wie mit glühenden Messerklingen. Doch er mußte weiter, dorthin, wo Aurélie Odin gerade laut aufgeschrien hatte. Er mußte zu ihr, ihr helfen. Ein Golem polterte von rechts heran. Zumindest waren diese Steinmonster nicht in der Lage, sich anzuschleichen, beruhigte sich Julius. Doch wo sollte er nun langlaufen? Von rechts kam der Golem, und nach…-
5,7 M • Completed
-
-
DURCH DIE TÜR ZUR WEITEN WELT Die waren ganz aufgeregt. Das war wegen der Turniersache, wo die ältesten von den hier lernenden Jungen ohne sich zu beißen und zu kratzen gekämpft haben. Ich habe das gehört, wie die erst Angst hatten und dann immer wieder ganz froh waren. Dann haben sich die jungen Männchen und Weibchen hier so sehr gefreut, als hätten die alle zusammen die Liebesstimmung erlebt. Ich habe gehört, daß das Weibchen Laurentine, das mit Julius in derselben großen Wohnhöhle im…-
5,7 M • Completed
-
-
Der Wandkalender mit den Naturansichten Nordamerikas zeigte einen Wald mit herbstlich eingefärbten Bäumen. Das Kalenderblatt enthielt alle Tage des Septembers. am Vorabend war es unter dem Bild eines Wasser speienden Geysirs des Yellow-Stone-Parks hervorgeholt worden. Man schrieb nun den ersten September 1995. Das Büro, in dem der Kalender hing, war nicht gerade groß. Dennoch enthielt es alles, was ein Büro im ausgehenden 20. Jahrhundert aufzuweisen hatte. Ein Computer stand unter dem…-
2,4 M • Completed
-
-
DIE TORE DES RUHMES Am Morgen des ersten Schultages nach der Prüfungszeit brachte ein Steinkauzmännchen einen Brief für Julius, der wohl aus dem Château Florissant kam, weil das Siegel auf dem Umschlag das Wappen der Eauvives trug. Der Brief war jedoch in der Handschrift seiner Mutter verfaßt. Hallo, Julius! Antoinette riet mir, dir erst dann zu schreiben, wenn du deine Prüfungen überstanden hast. Daß du sie bestehen wirst gilt für sie und mich als sicher. Falls es doch das…-
5,7 M • Completed
-
-
“Jeff, Du hast nur zehn Sekunden, da reinzugehen, den Patienten zu finden und ihn zu uns zu bringen”, sagte die silberblonde Hexe und blickte Jeff Greenstam auffordernd an, bevor sie mit dem Zauberstab auf eine große Holzhütte deutete und “Incendio!” Rief. Mit lautem Wuff schlugen helle Flammen aus Dach und Wänden des Holzhauses, während mit lautem Klick eine Stopuhr ansprang. Greenstam, ein dunkelhaariger junger Zauberer, der leicht aufgeregt war, nun, wo er das tückische Hindernis vor sich…-
595,1 K • Completed
-
-
Julius Latierre saß am 25. Februar halbwach in seinem Büro. Chrysope hatte sich irgendein Magen-Darm-Virus eingefangen und die ganze Nacht lang geplärrt und gequängelt. Gut, dass sie ihr eine frische Wochenwindel angezogen hatten. Doch an Schlaf war für Millie, Aurore und Julius nicht zu denken. Außerdem schien sich die kleine Clarimonde langsam immer mehr in ihrer warmen Unterbringung auszutoben. Deshalb reagierte Millie ein wenig empfindlicher als sonst. So hatte Julius sich zu seiner erstgeborenen…-
5,8 M • Ongoing
-
- Previous 1 … 15 16 17 … 39 Next