Kapitel
-
DIE EISERNE JUNGFRAU Blanche Faucon fuhr aus dem Schlaf hoch. Diese durchtriebene, triebhafte Hexe Ursuline hatte ihr mühsames Seelengleichgewicht wieder erschüttert. Nicht nur das, sie hatte Catherine, Blanches eigen Fleisch und Blut, auf ihre Seite ziehen können. Ja, und als Julius Andrews’ fünfzehntr Geburtstag anstand hatte dieses unterleibsfixierte Weibsbild mit der nächsten Dreistigkeit aufgewartet. Obwohl Blanche Faucon wußte, was die Überquerung der gläsernen Brücke der Mondtöchter…-
5,7 M • Completed
-
-
NEUE WEGE Julius sah beunruhigt auf das Ungetüm, das hinter armdicken Gittern auf und abschritt, wie ein Tiger im Zoogehege. Es ähnelte einem Menschen, jedoch sah es so aus, als sei dieser aus grauem Zement zusammengeformt worden. Seine Haut ähnelte eher Schleifpapier, die Arme und Beine wirkten irgendwie kantig, und das Gesicht war eher grob geschnitten, ohne feine Linien oder vorstoßende Eigenheiten. Nur die Nase, die wie ein breiter Schnabel wirkte und die faustgroßen Kugelaugen, verliehen dem…-
5,7 M • Completed
-
-
FAMILIENZUWACHS Violett ging hoffnungslos baden. So sah es nicht nur die Stadionsprecherin Constance Dornier, als sie bereits das zwölfte Tor für Saal Rot verkündete. Die Mannschaft der Violetten konnte dagegen gerade zwei Tore verbuchen. Millies Mannschaft war optimal eingestellt. Céline, die mit Julius in der Reihe der heute nicht spielenden Mannschaften saß stupste ihren Mannschaftskameraden an und meinte: “Hatten wir ein Glück, daß wir die im ersten Spiel hatten. Kuck dir an, wie schnell…-
5,7 M • Completed
-
-
Er klammerte sich ganz fest an den linken Arm von seinem Vater fest. Denn wenn er noch mal mehr als zwei Schritte von ihm wegging fühlte er das wieder, dieses ganz böse, das hier wohnte. Schlimm war auch, dass er es nicht sehen konnte. Er vertraute seinem Vater Ramiel, weil der ein ganz großer und starker Magier war und Sachen konnte, um böses wegzuzaubern. Einmal, so hatte sein Vater immer wieder gesagt, sollte auch er, Jophiel, ein großer, ganz guter Zauberer sein. Warum waren sie jetzt eigentlich…-
5,8 M • Ongoing
-
-
Die Spätnovembernacht hatte den einsamen Talkessel mit ihrer Decke aus eiskalter Dunkelheit überzogen. Hier kam niemand mehr her, wenn die Herbstsonne mit letztem fahlroten Gruß unter den Horizont gesunken war. Einzelne Käuzchenschreie klangen durch die Nacht. Sonst lag Stille über diesem Ort. Die Mitternachtsstunde kam und ging ohne Beachtung durch irgendwas oder irgendwen. Der fahle Mond und die silbernen Sterne blickten stumm aus dem tintenschwarzen Himmel herab auf einen Ort, wo die Einsamkeit…-
2,4 M • Completed
-
-
DIE NEUAUFLAGE Am Dienstagmorgen bekam Julius einen Brief seiner Mutter, den sie von New York aus losgeschickt hatte. Sie schrieb, daß Zachary Marchand die Party nicht habe feiern können, weil jemand ihm übel mitgespielt habe. Wie genau habe er ihr jedoch nicht erzählt. Jedenfalls habe er vorerst jeden direkten Kontakt mit Leuten, die ihm wichtig seien beendet, um sie nicht in Gefahr zu bringen. Das stimmte Julius etwas nachdenklich. Er schrieb seiner Mutter zurück, daß sie gut aufpassen…-
5,7 M • Completed
-
-
Zaubereiministerium der russischen Föderation in Moskau 17. Januar 2002 Gregorianischer Zeitrechnung, 10:30 Uhr Ortszeit Maximilian Arcadi musste schon sehr arg darum ringen, sich seine Wut nicht anmerken zu lassen. Erst vor einer Viertelstunde hatte er erfahren, dass sein Mitarbeiter Anatol Andrejewitsch Borodin sich selbst zu einem Außeneinsatz abkommandiert und seinem Stellvertreter Ilja Alexejewitsch Groschenko die Leitung der Zauberwesenbehörde überlassen hatte. Üblicherweise bekam der…-
5,8 M • Ongoing
-
-
Es war dunkel, eng und kalt. Wo war sie hier? Was war das für ein merkwürdiger Traum, den sie gehabt hatte? Sie war doch eben noch auf dem Weg nach Barstow gewesen, um ihrem verlogenen Ex die Hölle heißzumachen. Denn sie beschubste man nicht ungestraft. Sie war als Tramperin von Chicago aus quer durch die Staaten gerollt, hatte einmal einem Typen, der sich was rausnehmen wollte ziemlich klar gezeigt, daß sie kein wehrloses Mädchen war und war fast auf der Zielgeraden gewesen. Irgendwo mußte sie dann…-
2,4 M • Completed
-
-
Die meilenhohe Stadt. So wurde Denver, die Hauptstadt des nordamerikanischen Bundesstaates Colorado genannt. Denn sie lag genau eine Meile über dem Meeresspiegel. Doch von würziger Bergluft war in den verkehrsreichen Straßen nichts zu bemerken. Smog und Lärm regierten hier ebenso wie in New York oder Los Angeles. Gerade passierte der letzte Schwung Fluggäste die großen Glastüren der Ankunftshalle im Inlandsbereich des Flughafens. Sie zogen ihre rollbaren Koffer oder schoben diese auf Gepäckwagen…-
2,4 M • Completed
-
-
AUDIENZ UM MITTERNACHT Der gemalte Zwerg mit der Trompete war diesmal schneller als das Sonnenlicht. Ein laut geschmetterter Morgengruß weckte Julius aus tiefem Schlaf. Er schlug die Augen auf, gähnte herzhaft, reckte und streckte sich und sah dann den goldenen Schimmer, den die Morgensonne durch das Dachfenster schickte. Er stand auf, sagte dem Zwerg, er könne jetzt aufhören und klaubte seine Sachen zusammen, um sich für den Tag, der sicherlich sehr lang werden würde, bereitzumachen. Madame…-
5,7 M • Completed
-
- Previous 1 … 13 14 15 … 39 Next