Kapitel
-
Es Regnete. Das war um diese Jahreszeit nichts außergewöhnliches in England. Wie kilometerlange Schnüre aus winzigen Glasperlen, durcheinandergetrieben von einem frischen Wind von der See im Süden, fiel der dichte Regen auf vier große Betonbauten, die kalt, abweisend und unpersönlich auf einem großen planierten Feld standen, umringt von wild wucherndem Gesträuch und Kletterpflanzen, die sich den vor über zwanzig Jahren von der Natur abgerungenen Raum zurückerobert hatten. Im Abstand von…-
2,4 M • Completed
-
-
DIE WEGWEISENDEN PRÜFUNGEN Drei Tage nach der Geburt von Estelle und Roger erlaubte Sandrine es, daß Julius sie, ihren Mann Gérard und die Zwillinge mit Millies neuer Kamera fotografierte, um für alle ihre Saalmitbewohner die ersten Bilder der beiden Kleinen zu haben. Millie und Julius nutzten die Gelegenheit, auch von ihrer taufrischen Familie mehrere Bilder zu machen. Durch den auf Kommando reagierenden Selbstauslöser und die magische Positionierungshilfe, die die Kamera wie auf einer festen,…-
5,7 M • Completed
-
-
Tag II des Mai im Jahre MCCXXIV Das letzte Sonnenlicht versickerte hinter dem Gipfel des hohen Berges, der westlich des Bergschlosses in den Himmel wuchs. Gegen Morgenrichtung glitt bereits die silberne Mondsichel über einen anderen Gipfel. Das letzte Dämmerlicht verglühte in einem immer dunkleren Grauton. Um sie herum erhoben sich die hohen Berge, ihre Heimat, karg und doch erhaben, friedlich und doch gefährlich. Die gerade auf den neunzehnten Sommer ihres Lebens hinwachsende Magd warf einen…-
5,8 M • Ongoing
-
-
Der Himmel war erfüllt von bunten Lichtern. Sirren, Krachen, Wummern und Zischen klang zu ihm herüber. Die Kalte Winternachtluft war geschwängert mit Schwefeldunst. Gerade schoss eine Rakete laut zischend empor und zerplatzte in einen rot-goldenen Sternenregen. Rums! Barst ein schwerer Kanonenschlag keine zehn Meter von ihm entfernt. Cecil Wellington, wie ihn hier alle nannten und kannten, hatte gerade seinen neuen Eltern ein frohes, neues Jahr gewünscht und sah nun, wie die Dienstboten das hauseigene…-
2,4 M • Completed
-
-
SUB ROSA “Intercorpores permuto!” Erklang ein Ruf durch einen der vielen Gänge von Beauxbatons. Julius Andrews, der hellblonde Junge, der aus England nach Frankreich umgezogen war, versuchte, den Ursprung des Rufes zu erfassen. Kalter Angstschweiß stand ihm auf der Stirn,weil er genau wußte, was dieser Ruf bedeutete. Doch er konnte sich schon nicht mehr bewegen. Gleißendes Licht umflutete ihn, ein mörderisches Zerren, Reißen und Rumoren brandete durch alle Fasern seines Körpers. Er hörte…-
5,7 M • Completed
-
-
DIE DIDIER-DOKTRIN Da Millie von der Zweiwegespiegelverbindung mit Gloria wußte, ließ er sie dieser am Montag Nachmittag im Pavillon des Ostparks zum Geburtstag gratulieren. Sie war ehrlich erleichtert, daß das magische Husarenstück so reibungslos abgelaufen war und Gloria mit ihren Eltern, den Malones und den Hollingsworths jetzt sicher war. Gloria meinte dazu, daß es wohl eine heftige Umstellung werden würde und sie jetzt wohl die nächsten drei Jahre in einem fremden Land bleiben müsse. Dann…-
5,7 M • Completed
-
-
DER GANZ NORMALE ZAG-STRESS Julius hatte von Madame Rossignol eine Tasche mit den für ihn angeschafften Kleidungsstücken bekommen. Denn mit einem Meter einundneunzig waren die Sachen aus seinem Koffer nicht mehr passend. “Millie Latierre, ich rufe dich!” Sprach er laut und erfreut, das wieder ganz offen tun zu können in das Armband an seinem rechten Handgelenk. “Julius, wunderbar, du darfst wieder alleine herumlaufen!” Freute sich Millie, kaum daß ihr räumliches Abbild vor ihm…-
5,7 M • Completed
-
-
DER LOTSENSTEIN “sie sieht jetzt etwas besser aus als zu dem Zeitpunkt, als sie aus mir rausgekrochen kam, Julius”, sagte Jeanne Dusoleil mit sehr erfreutem Gesicht, als sie das neugeborene Mädchen, das in geblümten, rosarot gehaltenen Erstlingssachen steckte aus der liebevoll geschreinerten Wiege hob und ihrem Gast behutsam in die Arme legte. Leise Glucksend blickte das in dicke Windeln eingewickelte Baby Julius mit hellblauen Augen an. Das helle, fast bleiche Gesichtchen der gerade erst drei…-
5,7 M • Completed
-
-
ZEUGEN DER ANKLAGE Wut und Verachtung beherrschten ihre Gedanken. Wie hatte man es wagen können, sie in dieses finstere Loch zu stecken? Sie, Dolores Jane Umbridge. Sie hockte wie ein Tier in einem Käfig. Armdicke Gitter verschandelten den ohnehin kargen Ausblick auf den von flackernden Fackeln erleuchteten Steinkorridor. Sie wußte, sie war in Askaban. Allerdings glitten keine Dementoren an den kleinen Außenfenstern mit den blitzblanken Stahlgittern vorbei. Es war draußen viel heller als früher,…-
5,7 M • Completed
-
-
Er erkannte, daß er aus dem ewig langen Traum aufwachte. Einmal hatte er es sogar geschafft, die von seinem Meister zugeteilte Macht einzusetzen, den Körper, dessen Leben er vom ersten Atemzug, vom ersten lauten Schrei an bewohnte, endlich nach seinem und seines schlafenden Meisters Willen zu benutzen. Doch er war noch zu schwach, um vollends die Gewalt über diese Hülle zu gewinnen. Das was er als ewigen Traum erkannte, was die, die sich als seine Eltern verstanden und diese Schwächlinge in der Schule…-
595,1 K • Completed
-
- Previous 1 … 19 20 21 … 39 Next