Kapitel
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1. November 2002 Sie kannte seine Lebensausstrahlung. Denn er hatte sie ja aus dieser Kraft heraus erschaffen. Sie konnte die unsichtbaren Kraftströme sehen, ihre unhörbaren Schwingungen hören und ihren geruchlosen Duft mit ihrer Nase einsaugen. Wollte sie frei sein musste sie die Quelle ihres Daseins mit sich vereinigen, ihn auf die eine oder die andere Weise in ihre eigene Kraft, ihren eigenen lebenden und atmenden Körper einverleiben. Denn sonst würde sie nicht wirklich frei und unanfechtbar…-
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BILDER, HÜTE UND TÄNZE Julius überlistete den gemalten Zwerg am nächsten Morgen. Er stand auf, als er wach wurde, besah sich seine Armbanduhr im schwachen Mondlicht und befand, daß er kein Licht brauchte. Denn dann, so hatte er gestern erfahren müssen, würde dieser von Claire gemalte Zwerg mit einer Trompete den Morgen begrüßen, unüberhörbar laut. Der Gast der Dusoleils griff sich seinen Trainingsanzug und seinen Bademantel, verließ leise das Zimmer und wusch sich im Gästebad, zog sich…-
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NETTE GÄSTE ZUM FESTE Es war wie ein Jahr zuvor. Eine beschwingte Melodie weckte Julius aus einem tiefen und erholsamen Schlaf auf. Er kannte das Geburtstagslied. Es war dasselbe, welches ihn vor einem Jahr geweckt hatte, als Madame Faucon ein überraschendes Ständchen für ihn hatte spielen lassen. Der Hogwarts-Schüler sah auf seine Uhr mit den Vier Zeigern. Der schwarze Heimat-Stundenzeiger lag hinter der Vier, der rote Standort-Stundenzeiger ruhte hinter der Fünf. Der goldene Minuten-und der…-
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10. November 2002christlicher Zeitrechnung Er war mächtig. Doch er konnte jederzeit von diesen Fleischträgern wieder zurückgerufen und dazu gezwungen werden, in dieses widerliche Ding hineinzuschlüpfen, in dem er nur noch schlafen konnte, bis mal wieder wer seine Hilfe brauchte. Dabei war er mächtiger als diese lebenden, atmenden Wichte, deren im Fleisch und Blut feststeckende Seelen nicht so frei und kraftvoll umherfliegen konnten wie er, der aus einer mächtigen Beschwörung entstandene Geist, in…-
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DIE LETZTE WOCHE VOR DREIZEHN “… In dieser Woche werden wir uns mit der Verhexung von Gegenständen und Räumen beschäftigen. Da dieses Feld sehr umfangreich ist, werden wir uns damit bis zum 23. Juli befassen”, begann Madame Faucon am Montag der zweiten Ferienwoche den freiwilligen Unterricht in der Abwehr dunkler Künste. Dabei sah sie Dorian Dimanche und dessen Schulfreundin Elisa an und fügte noch hinzu: “Hierbei ist Intelligenz wichtiger als Grundkraft und schnelle Reaktion. Jenen…-
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8. November 2002 Philonyctes kniete vor ihr, der Hohepriesterin der schlafenden Göttin. Diese trug das blutrote Gewand mit Kapuze und wadenhohe, schwarze Schnürstiefel an den Füßen. In der rechten Hand hielt sie einen Zauberstab. In der linken Hand hielt sie ein in schwarzes Leder gebundenes Buch. "Erhebt euch wieder, meine Getreuen", sagte Nyctodora, die Hohepriesterin und richtete den bis dahin in den gestirnten Nachthimmel gereckten Zauberstab mit der Spitze zum Boden. "Wir sind erfreut, dich…-
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DOPPELSPIELE Richard Andrews blickte auf seine Mehrzweckdigitaluhr am linken Handgelenk. Er hatte soeben das Piepsignal gehört, mit dem sie ihn daran erinnerte, daß er nach Hause fahren und mit seiner Frau die letzten Reisevorbereitungen für einen Flug nach Paris treffen sollte. “Dann wünsche ich noch gutes Gelingen, Professor Donaldson”, verabschiedete sich der Direktor der Forschungsabteilung der Omniplast Company von seinem obersten Projektleiter. “Schade, daß Sie mit Ihrer Frau das…-
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Ian McDowell blickte noch mal auf die gute alte Zeigeruhr über den ganzen Überwachungsmonitoren und Zustandsanzeigegeräten. Jetzt war es genau halb zwölf abends. In einer Halben Stunde war Mitternacht. So musste er in den nächsten dreißig Minuten seine nächste Runde anfangen, wie es in den Vorschriften stand. Aber die Vorschriften verlangten von ihm, dass er nie zum Anfang einer Viertelstunde losgehen sollte und bei jeder Runde auch eine andere Strecke ablief. Vorher war er im Erdgeschoss gestartet…-
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VON JEDEM DAS SEINE Der dritte Tag seiner Ferien in Millemerveilles begrüßte Julius Andrews mit einem rosarot-goldenen Sonnenaufgang. Um fünf Uhr wachte er bereits auf und wollte nicht mehr weiterschlafen, weil er sich hellwach und fit für neue Taten fühlte. Der Gast der Dusoleils stand leise auf, zog seinen Bademantel über und ging ins Bad, wo er so leise wie möglich den Wasserhahn laufen ließ, um den hohen Keramikwaschtisch zu füllen. Dann wusch er sich so leise wie möglich, aber auch so…-
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Romina Hamton war froh, zumindest die zwanzig Kilo Speck, den eine besondere Maßnahme ihrer eigentlichen Herrin ihr aufgeladenhatte, relativ schnell wieder losgeworden zu sein. Was ihr jedoch noch sorgen machte war, ob ihre Eltern ihr restliches Leben von der Werwolfregistratur überwacht werden mussten oder nicht. Sie machte aus ihrem Hass gegenüber der Mondbruderschaft keinen Hehl. Wenn ihre Eltern für immer mit dem Lykanthropiekeim im Körper leben mussten würde sie mit oder ohne Anthelias Segen…-
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